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Reiseinfos
Kapstadt ist bekannt als "das schönste Ende der Welt". Es ist einer der beliebtesten und meist besuchten Tourismusziele in Südafrika. Kapstadts Hafen ist heute zwar nicht mehr bestimmend für das wirtschaftliche Leben der Stadt. Aber fast alle Fische, die in Südafrika auf den Tisch kommen, werden hier verpackt. Und auch "Tavern of the Seas" ist die Stadt geblieben, ein Versorgungsposten für Schiffe und Mannschaften mit Trockendocks und Seemannsspelunken. In Kapstadt herrscht Mittelmeerklima mit trockenen und dank der Seeluft vergleichsweise angenehmen Sommern und nassen, milden Wintern. Nelson Mandela wird am 10. Mai 1994 der erste, von allen Rassen gewählte, schwarze Staatspräsident Südafrikas. Die neue Übergangsverfassung tritt in Kraft und Südafrika erhält seine neue Nationalflagge. Ob das alte "Castle of Good Hope" (das älteste Gebäude Südafrikas) oder dem "Grand Parade" - Platz, auf dem schon zu Riebeecks Zeiten Paraden abgehalten wurden - die historischen Spuren sind allgegenwärtig. Neben den vielen anderen historischen Orten und Gebäuden ist es aber besonders die natürliche Schönheit, die die Stadt Kapstadt zu dem macht, was sie heute ist - einer der schönst gelegenen Städte der Welt. Im Mittelpunkt natürlich der Tafelberg, der die Innenstadt gegen Wind und Wetter des Atlantiks abschirmt. Kapstadt ist ein lebendiger Schmelztiegel aller Rassen und Hautfarben. Die Eigenarten der verschiedensten ethnischen Gruppen sind erhalten geblieben. Im Herzen der fast vier Millionen Einwohner großen Parlamentshauptstadt Südafrikas liegt der Green-Market-Square. Am zweitältesten Platz der Stadt, wurde im 19. Jahrhundert vorwiegend Gemüse verkauft. Die Stimmung auf dem Green-Market-Square ist verführerisch. Es lockt der Klang südafrikanischer Trommeln. Herumstehende wiegen sich in den Hüften und klatschen im Takt. Die Tänzer, barfüßig, reißen vom Rhythmus gezogen ein Loch in die Menge - Menschen aller Hautfarbe. Der Platz ist übersät von hölzernen Giraffen, Puppen, bunten Ketten, Steinen und Masken der Souvenirverkäufer. In den Verkaufsständen hängen bunte Leinen und Tücher. Entlang der prächtigen Häuserfassaden säumt elegantes Personal die Terrassen der Cafes und Lokale. Das "Castle of Good Hope" ist das älteste bestehende Gebäude in Südafrika. Es wurde erbaut zwischen 1666 und 1679. Die fünfeckige heutige Befestigung war einst aus Erde und Holz von Commander Jan van Riebeeck im Jahre 1652 gebaut worden. Gedacht war sie als Versorgungsstation am Kap der Guten Hoffnung für die Holländisch - Ostindische Handelskompanie. Auch den Stadtgründer faszinierte schon 1652 der Tafelberg, bedeckt von dem berühmten Tafeltuch. Verschwindet jedoch dieser durch die Südostwinde aus der False Bay erzeugte Wolkensaum, erscheint ein verlockender, samtbrauner Riese, der heute zu nächtlicher Stunde sogar im Scheinwerferlicht erstrahlt. Seit Oktober 97 ist die alterschwache Seilbahn auf den Tafelberg hinauf durch eine moderne und mehr Besucher fassende gläsernde Bahn ersetzt worden. Jährlich geniessen mehr als 1 Millionen Menschen vom Tafelberg herab den Blick auf das von zwei Ozeanen umspülte Stadtjuwel sowie die Kaphalbinsel, die in der Ferne das Kap der Guten Hoffnung nur erahnen läßt. Einen Besuch auf dem Tafelberg darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Die Bergstation der Seilbahn liegt 1067m hoch, die Talstation 366m. Während der Fahrt schon läßt man sich von einem herrlichen Blick über die Stadt, den Hafen und die Vororte faszinieren. Auf dem Tafelberg selber, wo man weit herumwandern kann, findet man eine je nach Jahresszeit die verschiedensten unter Naturschutz stehende Planzen vor. Mit etwas Glück sieht man auch Paviane und Steinböcke. Es gibt neben der Seilbahn auch die Alternative auf zahlreichen Wegen mit unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden den Berg zu Fuß zu besteigen. Setzen Sie für die Gipfelbesteigung ca. 4 Stunden an. Direkt am Tafelbergmassiv anschliessend sieht man den 1000m hohen Devil's Peak, wo früher Zinn abgebaut wurde. Auf dem 725m hohen Lion's Head befand sich früher eine Signalstation, von der aus mittels Kanonenschüssen und Flaggen die Ankunft von Schiffen signalisiert wurde. Cape of Good Hope - Das Naturschutzgebiet ist die Heimat vieler Arten von Reptilien und seltener Amphibien. Es finden sich Paviane, mehrere Antilopenarten und Strausse. Über 240 Arten Vögel hat man gezählt. Besonders im Frühling lohnt ein Besuch, da das ganze Reservat wie von einem Blumenteppich bedeckt erscheint. Die Gewässer vor Cape Point sind ein Paradies für Sportfischer. Das Cape of Good Hope Nature Reserve liegt am Südende der Halbinsel und kann über die M65, die die Ebene südlich der Swartkop Mountains kreuzt, oder über die Hauptstraße M4, die über Simon's Town verläuft, erreicht werden. Gehen Sie den Weg hoch zum Leuchtturm oder lassen Sie sich hochfahren. Es bietet sich Ihnen ein fantastischer Ausblick über die Berge und das Meer. Der jetzige sich in Betrieb befindliche Leuchtturm (gebaut 1919 und nur 87m über dem Meeresspiegel) hat die stärkste Lichtanlage (über 19 Millionen Lichtstärken) an der Afrikanischen Küste. Im Norden und Osten Kapstadts, jenseits der Cape Flats, steigt das Gelände zum Hochland der Küstengebirge auf. Die Berge sind hoch, die Täler und Ausläufer sind fruchtbar und grün und überzogen von Weideland, Plantagen und Weingärten.In dieser Regio liessen sich die ersten, weißen Kolonisten nieder. Die Weingebiete, die zu den größten Attraktionen Südfrikas zählen, sind das ganze Jahr über außerordentlich beliebt. Sie bieten Weinliebhabern perfekte Möglichkeiten, feine Jahrgänge zu probieren, schöne kapholländische Häuser zu besichtigen und in prachvoller Umgebung die exzellete Küche zu genießen. Die wichtigsten, leicht von Kapstadt aus erreichbaren Weingüter liegen in den Gebieten Stellenbosch, Paarl, Franschhoek, Wellington und Somerset West. Eine Reihe reizvoller Fahrten führt weiter hinaus zu den Weinbaugebieten im Breede River Valley, im Swartland und im Olifants River Valley. Welchen der zahlreichen Strände rund ums Kap man auswählt hängt ganz davon ab, ob man windgeschützt Sonnenbanden, mit der ganzen Familie Schwimmen oder Wind-Surfen möchte. Einige Strände sind besonders windgeschützt, andere sind feinsandig oder felsig oder besonders flach verlaufend - für jeden ist das richtige dabei. Der viele Kilometer lange Blaubergstrand bietet Spaziergängern den herrlichen Ausblick über die Bucht auf den Tafelberg. Es ist hier oft windiger als an anderen Stränden und daher auch das Eldorado für Surfbegeisterte. Es finden regelmäßig internationale Windsurf - Wettbewerbe statt. In Camps Bay ist besonders am Abend und zur Sonnenuntergangszeit besonders viel los. Es gibt einen starken Wellengang hier. Camps Bay liegt nahe an der Innenstadt und ist daher oft sehr voll. Die Anfahrt mit dem Bus aus der Stadt wegen relativ weniger Parkplätze ist empfehlenswert. Die Clifton Beaches bestehen aus fünf Stränden und ist der Strand der High Society Kapstadts - sozusagen das "St. Tropez" Kapstadts. Kapstädter (in der Umgangssprache auch "Capetonians" genannt) sind recht stolz auf ihren Mode- und Dekorationsstil und sie machen sich oft lustig über den versnobten Stil ihrer nörlichen Landesgenossen in Johannesburg. Wenn es um Kulinarisches, Sammelnswertes, Möbel oder Antikes geht, dann legen Kapstädter beachtliche Entfernungen für "geheime" Plätze für ein paar getrocknete Früchte, frische Tomanten oder preiswerte Schuhe zurück. Kapstadt ist die Stadt der Flohmärkte, Antikgeschäfte und second-hand Bücherläden. Es gibt soviele "Factory shops", das man damit ein Buch füllen kann, welches man übrigens als "Pam Black's indispensable A-Z of Factory Shops" in den großen Buchläden erhalten kann. Die Möglichkeiten, sich zu verpflegen, sind so vielseitig wie das Angebot an Unterkünften. Für den schmalen Geldbeutel bieten sich Schnellrestaurants und "Take Aways" zahlreicher Ketten preiswerte Mahlzeiten an. Selbstversorgung bereitet keine Probleme, da Obst, Gemüse, Salate, Fleisch und Getränke überall angeboten werden. In den Großstädten kann man aus einer großen Bandbreite von Restaurants auswählen. Von internationalen Fast-Food-Ketten bis zum gediegenen Feinschmeckerlokal findet jeder das passende Ziel für seine Geschmacksrichtung und seinen Geldbeutel. Beim Betreten eines Restaurants ist es üblich zu warten, bis einem ein Tisch zugewiesen wird. Besonders schmackhaft in Kapstadt ist die malaiische Küche: Sosaties (Fleischspieße mit Hammel- oder Schweinefleischstückchen), Bobaties (scharf gewürzter Hackfleischauflauf) oder unterschiedliche Arten des Bredie (Fleisch- und Gemüseeintöpfe) sind besonders beliebt. Es gibt auch ein großes Angebot an frischem Obst und Gemüse sowie hervorragende Fische und Meeresfrüchte. Fleisch, auch Wild, wird reichlich und in guter Qualität angeboten. Crayfisch (Langusten) gehören in der Saison zu den Spezialitäten am Kap. Preiswert und gut ißt man übrigens in den Restaurants der Warenhäuser. Kapstadt ist auch kulinarisch ein Genuß.
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