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Reiseinfos
Nizza ist Stadt der Kunst und der Wissenschaft, des Handels und der Forschung, aber auch der Nahrungsindustrie, der Blumenzucht sowie der Feuerwerke, Blumencorsos und Karnevalsumzüge. Ein Seebad mit 7 km langem, breiten Kieselstrand, mit Luxushotels und Fußgängerzone, mit Universität und Akademien, mit dem TGV knapp 5 Stunden bis Paris, und der Flughafen Nice hat nach den Pariser Flughäfen die meisten Flugbewegungen in Frankreich. Die etwas schmuddelig-chaotische Hauptstadt des Departements Alpes-Maritimes, fünftgroße Stadt Frankreichs, Seebad in günstiger Verkehrslage an der Ostseite der landschaftlich schön gelegenen Engelsbucht Baie des Anges mit ausgeglichenem Klima und malerischer Umgebung. Funde aus vorgeschichtlicher Zeit weisen auf früheste Besiedlung hin, im 4. Jh. vor Chr. gründen Griechen aus Massilia hier den Ort Nikaea als Handelsstützpunkt. Die später hinzukommenden Römer siedelten sich weiter landeinwärts an, wo sie die Verwaltungs- und Militärstadt Cemenelum an der Via-Julia_Augusta errichteten. Wie Siedlungen an der ganzen Küste wurde auch das historische Nikaea im frühen Mittelalter von den Sarazenen zerstört, verschwand sogar von der Landkarte und erst zu den Kreuzzügen im 12. und 13. Jahrhundert entstand das heutige Nizza zwischen Meer, Paillon-Fluß und Burgberg. Seit der Zeit gehörte Nizza zur Grafschaft Provence, der es 1388 die Gefolgschaft aufkündigte, um sich unter den Schutz der Savoyens zu stellen. Erst 1860 wurde Nizza französisch! Das heutige Nizza besteht aus drei historisch gewachsenen Stadtteilen. Im Osten des zum größten Teil überbauten und kanalisierten Bergflusses Paillon liegt die Altstadt mit der Butte de Château und dem Hafen, im Westen die Neustadt mit den Villenvierteln und der im 19. Jh. durch die Initiative und finanzielle Unterstützung der englischen Kolonie entstandenen, berühmten Promenade des Anglais und schließlich - in der nördlichen Mitte der Stadt - der vornehme Stadtteil Cimiez auf dem ehemaligen Plateau der alten Römerstadt Cemenelum, deren Reste in den 50er Jahren bei Bauarbeiten wieder zu Tage kamen. Die zwischen Paillon und Schloßberg gelegene Altstadt mit dem vom Schloßberg bis zum Mont Boron reichendem Hafen Port Lympia mit Hafenkirche Notre-Dame-du-Port und schönem Place-Ile-de-Beauté sowie zahlreichen Restaurants und einer Bonbonmanufaktur weist eine Fülle von engen, verwinkelten Gassen, Treppen und Durchgängen auf, die in Gestaltung und Stil einen vorwiegend italienischen Charakter haben. Der größte Teil der ehemaligen Burgfestung wurde als öffentlicher Park umgestaltet. Von der Aussichtsterasse gibt es ein weites Panorama bis hinter Antibes, Cannes, an klaren Wintertagen mit Mistral gar bis Korsika! Der auf dem Hägel von Cimiez gelegene, moderne Stadtteil und Villenvorort von Nizza geht zurück auf die alte Römersiedlung Cemenelum, die nach ihrem Untergang zum Steinbruch und Bauernland geworden war. Die Domäne wurde erst 1954 von der Stadt Nizza übernommen, die durch Ausgrabunge die Reste der Römerzeit freilegen ließ, so die Ville des Arènes und andere Teile der öffentlichen Anlagen, heut im Museums- und Promenadenpark Parc des Arènes zusammengefaßt. Die Villa des Arènes enthält das Archäologische Museum sowie dasMusée Matisse. Eindrucksvoll ist das im 1.Jh erbaute Amphitheater mit Kapazität von 6000 Sitzplätzen, welches noch heute als Veranstaltungsort für z.B. das Jazzfestival genutzt wird. Das heutige Stadtzentrum von Nizza gleicht so sehr den anderen großen Städten mit Fußgängerzone, Einkaufszentrum Etoile und Kettenläden wie sie überall um den Globus herum anzutreffen sind. Die Altstadt zeichnet sich durch pfiffige Restaurants und Andenkenläden aus, ist aber auch sonst sehr lebendig da ein großer Teil der Gebäude als Wohnhäuser dienen. Von mangelnden Parkplätzen einmal abgesehen läßt sich Nizza gut mit dem Auto erschließen, es gibt leider keine Straßenbahn, nur stinkende Dieselbusse bahnen sich hupend ihren Weg durch die zugeparkten Straßen. Der Bahnhof ist etwa 2 km von der Promenade des Anglais entfernt, der kürzeste Weg an den Strand führt durch gesichtslose Abschnitte der Neustadt, ein kleiner Umweg durch die Altstadt hat mehr Reize zu bieten.
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