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Reiseinfos Als Bonsai-Meer bezeichnen manche die Ostsee abfällig. Klein, flach und kühl sei sie. Und langweilig. Nicht einmal Gezeiten könne sie vorweisen. Andere schütteln darüber nur den Kopf. Ist doch schön, dass uns dieses Meer zu keiner Zeit den Rücken kehrt. Und an Temperament mangelt es der kühlen Blauen nun wahrlich nicht. Immerhin präsentiert sie uns - anders als das träge Mittelmeer - an jedem Tag ein neues Gesicht. Im Sommer steht sie ihrer warmblütigen Schwester ohnehin in nichts nach. Dann strahlt der Himmel oft blitzblank und das Wasser an den feinsandigen Stränden azurblau. So makellos ist dieses Meer dann, dass allabendlich die Sonne in ihm badet. Mal übergießt sie es mit Gold. Mal lässt sie ihre Glut kunstvoll durch eine allein reisende Wolke sickern. In Herbst und Frühjahr inszeniert die Ostsee gern eine Rhapsodie in Grau. Wie flüssiges Blei liegt das Wasser dann da. Matt und stumpf. Zu keiner größeren Woge fähig. Fahl senken sich wallende Nebel und schwere Wolken herab. Sie schlucken den Horizont, sämtliche Konturen und Farben. Alles wird unscharf und unendlich, unergründlich und unheimlich. Wenn die Tage kürzer werden, gerät die See regelmäßig in Ekstase. Meist bringt ein atlantischer Tiefausläufer sie zur Weißglut. Dann schaukelt sie sich düster auf und bläst zum Angriff auf die Küste. Mit Schaum vor den Wogen stürzen in immer kürzeren Abständen haushohe Wasserberge donnernd auf das Ufer. Wer diese Ausbrüche je erlebt, wer das Krachen der Brandung selbst in sicherem Abstand noch im Bauch gespürt hat, der wird über das kleine Meer nicht spotten. Nur alle paar Winter verfällt die Ostsee in hypnotische Starre. Bei lang anhaltendem Frost stockt auch ihr der Atem. Wenn dann das Rauschen erstirbt, ist es, als ob jemand einen Film anhält, als ob die Zeit gerinnt. In der gespenstischen Stille verstummen selbst die Möwen. Erst wenn das Eis knarrt und splittert, zanken sie wieder. Heiser machen sie sich einen Happen streitig und beäugen die unerschrockenen Wanderer. Jedes Jahr im Mai rollt Mecklenburg-Vorpommern für seine Gäste den goldenen Teppich aus. Die Luft ist schwer vom betörenden Duft einer wahrhaft vielseitigen Pflanze – dem Raps. Mehr als 230.000 Hektar der Ölfrucht verwandeln das Land im Frühling in ein wogendes Farbenmeer. Dies entspricht etwa einem Fünftel der gesamten Ackerfläche. Damit ist MV bundesweit das Rapsland Nummer eins. Jedes Jahr im Mai rollt Mecklenburg-Vorpommern für seine Gäste den goldenen Teppich aus. Die Luft ist schwer vom betörenden Duft einer wahrhaft vielseitigen Pflanze – dem Raps. Mehr als 230.000 Hektar der Ölfrucht verwandeln das Land im Frühling in ein wogendes Farbenmeer. Dies entspricht etwa einem Fünftel der gesamten Ackerfläche. Damit ist MV bundesweit das Rapsland Nummer eins. Als Bonsai-Meer bezeichnen manche die Ostsee abfällig. Klein, flach und kühl sei sie. Und langweilig. Nicht einmal Gezeiten könne sie vorweisen. Andere schütteln darüber nur den Kopf. Ist doch schön, dass uns dieses Meer zu keiner Zeit den Rücken kehrt. Und an Temperament mangelt es der kühlen Blauen nun wahrlich nicht. Immerhin präsentiert sie uns - anders als das träge Mittelmeer - an jedem Tag ein neues Gesicht. Im Sommer steht sie ihrer warmblütigen Schwester ohnehin in nichts nach. Dann strahlt der Himmel oft blitzblank und das Wasser an den feinsandigen Stränden azurblau. So makellos ist dieses Meer dann, dass allabendlich die Sonne in ihm badet. Mal übergießt sie es mit Gold. Mal lässt sie ihre Glut kunstvoll durch eine allein reisende Wolke sickern. In Herbst und Frühjahr inszeniert die Ostsee gern eine Rhapsodie in Grau. Wie flüssiges Blei liegt das Wasser dann da. Matt und stumpf. Zu keiner größeren Woge fähig. Fahl senken sich wallende Nebel und schwere Wolken herab. Sie schlucken den Horizont, sämtliche Konturen und Farben. Alles wird unscharf und unendlich, unergründlich und unheimlich. Wenn die Tage kürzer werden, gerät die See regelmäßig in Ekstase. Meist bringt ein atlantischer Tiefausläufer sie zur Weißglut. Dann schaukelt sie sich düster auf und bläst zum Angriff auf die Küste. Mit Schaum vor den Wogen stürzen in immer kürzeren Abständen haushohe Wasserberge donnernd auf das Ufer. Wer diese Ausbrüche je erlebt, wer das Krachen der Brandung selbst in sicherem Abstand noch im Bauch gespürt hat, der wird über das kleine Meer nicht spotten. Nur alle paar Winter verfällt die Ostsee in hypnotische Starre. Bei lang anhaltendem Frost stockt auch ihr der Atem. Wenn dann das Rauschen erstirbt, ist es, als ob jemand einen Film anhält, als ob die Zeit gerinnt. In der gespenstischen Stille verstummen selbst die Möwen. Erst wenn das Eis knarrt und splittert, zanken sie wieder. Heiser machen sie sich einen Happen streitig und beäugen die unerschrockenen Wanderer. Jedes Jahr im Mai rollt Mecklenburg-Vorpommern für seine Gäste den goldenen Teppich aus. Die Luft ist schwer vom betörenden Duft einer wahrhaft vielseitigen Pflanze – dem Raps. Mehr als 230.000 Hektar der Ölfrucht verwandeln das Land im Frühling in ein wogendes Farbenmeer. Dies entspricht etwa einem Fünftel der gesamten Ackerfläche. Damit ist MV bundesweit das Rapsland Nummer eins. Jedes Jahr im Mai rollt Mecklenburg-Vorpommern für seine Gäste den goldenen Teppich aus. Die Luft ist schwer vom betörenden Duft einer wahrhaft vielseitigen Pflanze – dem Raps. Mehr als 230.000 Hektar der Ölfrucht verwandeln das Land im Frühling in ein wogendes Farbenmeer. Dies entspricht etwa einem Fünftel der gesamten Ackerfläche. Damit ist MV bundesweit das Rapsland Nummer eins. Mehr als 2.000 glasklare Seen, verbunden durch beschauliche Flüsse und verträumte Kanäle, machen Mecklenburg-Vorpommern zu Deutschlands Wasserland Nummer eins. Gleich hinter der 1.700 Kilometer langen Ostseeküste ruhen die Seen. Damit ist fast jeder dritte deutsche See hier zu Hause. Viele Tausend Kilometer stiller und beschaulicher Wasserstraßen verbinden sie zu Mitteleuropas größtem Wassersportrevier. Das silbrige Paradies ist jedoch nicht nur ein Geschenk des Himmels, sondern auch der letzten Eiszeit. Vor rund 20.000 Jahren schoben in der Gegend mächtige Gletscher Lehm, Sand, Kies und Geröll vor sich her und türmten sie zu runden Hügeln auf. Zwischen ihnen spülte das Schmelzwasser Senken und Rinnen aus. Übrig blieben die sanft gewellten Erhebungen, haufenweise Findlinge sowie die blauen Chausseen und blinkenden Spiegel. Der See aller Seen ist die Müritz. Bundesweit gibt es - abgesehen vom Bodensee, den sich Deutschland mit Österreich und der Schweiz teilt - keinen größeren. Schon den namensgebenden Slawen galt das "kleine Meer" als Herz des blauen Universums. Von hier aus kann man mit dem Boot in alle Himmelsrichtungen reisen - über die Elbe, die Havel, die Oder und die Ostsee kommt man praktisch an jeden Ort, der an einer Bundeswasserstraße liegt. Und selbstverständlich erreichen neugierige Seeleute von hier aus alle Ecken des wonnigen Nordens.
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