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Reiseinfos Wer bereit ist, sich ein wenig auf Land und Leute einzulassen, wird sicherlich einen unvergeßlichen Urlaub verbringen. Wer kann, bemühe sich um ein paar Brocken Portugiesisch, ansonsten kommt man am besten mit Französisch durch. An der Küste und an der Algarve findet auch Englisch und Deutsch immer weitere Verbreitung. Obwohl Portugal schon seit dem 19. Jh. den Luxustourismus reicher Engländer an der Algarve und in Estoril kennt, gibt es noch weite unentdeckte Gebiete. Wer nicht nur auf einen Sonnenbrand versessen ist, wird bemerken, daß Portugal vor allem im Frühjahr und Herbst reizvoll ist, denn dank des gemäßigten Klimas herrschen auch dann angenehme Temperaturen. Dann ist alles noch herrlich grün und nicht so kark wie im August. Wer sich abseits der üblichen Touristenpfade umsieht, wird alte geschichtsträchtige Regionen entdecken, wie den Alentejo, der überall mit neuen Überraschungen aufwartet. In den Portugiesen wird man dann schließlich ein gastfreundliches, aber dennoch zurückhaltendes Volk kennenlernen. Man sollte stets bedenken, daß Portugal bis heute ein von uralten Traditionen und vom Katholizismus geprägtes Land geblieben ist. Lissabon: Die Innenstadt von Lissabon (Baixa). Die Praça Dom Pedro IV, auch Rossio genannt liegt zu Füßen der Stadt. Er bildete schon im Mittelalter das Herz der Stadt, auf dem Feste gefeiert wurden. Heute ist er von Straßencafés und dem Nationaltheater umgeben und stellt das permanente politische Forum dar. Der Rossio ist ständig von Menschen bevölkert, die dem dauerndem Wechselspiel des chaotischen Auto-, Taxi- und Busverkehrs ausgesetzt sind. Neben dem Rossio die Praça da Figueira, ein harmonischer, quadratischer, aber etwas streng wirkender Platz. Südlich des Rossios erstreckt sich die Baixa, ein eigenes Viertel mit regelmäßigem quadratischem Grundriß. Entlang der sich im rechten Winkel schneidenden Straßen erheben sich Gebäude von einheitlich klassizistischer Architektur. In diesem Gebiet schlug das Erdbeben 1755 am schlimmsten zu. Die auf das Beben folgende Flutwelle stürzte sich in diese Senke und machte alles dem Erdboden gleich. Die furchtbare Naturkatastrophe ängstigte eine Zeitlang ganz Europa. Im Gegensatz zu der Baixa, blieben die auf den Hügeln gelegenen Häuser weitgehend verschont. Seiner Zeit voraus, ließ Marquês de Pombal das Baixa-Viertel nach vorgegebenen Normen und mit erdbebensicheren Materialien nach einem schachbrettartigen Grundriß wiedererrichten. Am Meer schließlich ließ Pombal die Praça de Comércio anlegen, die, umgeben von harmonischen Gebäuden mit Arkaden, einem Triumphbogen und einem prächtigen Landungssteg, als einer der schönsten Plätze Europas gilt. Jede Straße der Baixa trägt einen Namen der alten Lissaboner Gewerbe: Rua dos Correeiros, Straße der Sattler, Rua dos Sapateiros, Straße der Schuhmacher, usw. Die Avenida da Liberdade, führt zur Praça Marquês de Pombal und gleicht ein wenig den Champs Elysées in Paris. Wie dort säumen Versicherungsgesellschaften, Banken und Handelshäuser die Prachtstraße. Den Bürgersteig in der Mitte schmücken luxuriöse, barocke Gartenanlagen. Der Verkehr ist hier sehr lebhaft. Links der Praça dos Restauradores erhebt sich der Bahnhof Rossio mit seiner eigenständigen neomanuelinischen Fassade. Wie in romanischen Ländern üblich, fällt das Frühstück für mitteleuropäische Begriffe nicht sonderlich nahrhaft aus: Weiß- oder Toastbrot, Butter, etwas Marmelade. Bevor sie ihre Arbeitsstelle antreten, besuchen viele Portugiesen aber ihr Stammcafé, um - meist im Stehen - einen Kaffee zu trinken (in Lissabon »bica«) und ein Teilchen zu verzehren (»matar o bicho«). Die Hauptmahlzeit des Tages ist eindeutig das Abendessen ab 19 Uhr. Hier eine kleine Auswahl portugischer Küche - Caldo Verde: portugiesisches Nationalgericht in Form einer Suppe aus geraspelten Kohlblättern. Cozido: eine Art Schlachtplatte auf Portugiesisch. Gaspacho à Alentejana: kalte Suppe aus Brot, Gurke, Paprika, Tomaten, Olivenöl, Knoblauch und Oregano. Açorda a Alentejana (oder, wenn es flüssiger ist, Sopa alentejana): eine Art dicker Suppe aus Brot, Eiern, Olivenöl, Knoblauch, gehacktem Koriander. Arroz de mariscos: eine Art Paella mit Meeresfrüchten, jedoch ohne Fleisch. Caldeirada: Fischsuppe, deren Zutaten je nach Küstenregion abgewandelt sein können.
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