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Reiseinfos "Alles in Kopenhagen ist Taverne und Vergnügungslokal". So falsch lag er ja gar nicht, der deutsche Dichter Theodor Fontane. Denn die Stadt im hohen Norden und ihre Bewohner verströmen südliches Flair und Lebenslust pur. Die vergnügte Atmosphäre lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Wie wär's mit einem Gang über den Strøget (Strich). So heißt Kopenhagens Einkaufsmeile. An der ersten und vielleicht längsten Fußgängerzone der Welt sind alle berühmten dänischen Designer-Namen, wie Georg Jensen (Silber), Holmegaard (Glas) oder Bitte Kai Rand (Mode) vertreten - aber auch internationalen Designer finden sich hier zuhauf. Andenkenläden, schicke Boutiquen und Kaufhäuser runden das Angebot ab. Kopenhagen - Südliches Flair im hohen Norden. Auch wenn Kopenhagen keine Weltstadt wie Berlin, London oder Paris ist, so ist sie doch eine wichtige Kulturmetropole innerhalb Skandinaviens. Sie bietet eine angenehme Mischung aus Kunstmuseen von Weltrang, ausgefallenen Geschäften, Spitzenrestaurants und eine abwechslungsreiche Kneipenszene. Da Kopenhagen im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde, finden Sie im Zentrum auf Schritt und Tritt die Prachtbauten aus der Ära König Christian IV.: den kuriosen Runden Turm, die einmalige Warenbörse, die Schlösser... Am Rande der historischen Altstadt in den sogenannten Brückenvierteln (Brokvarter), die nach dem Fall der Stadtmauern mit dem Beginn der Industrialisierung wie Pilze aus dem Boden schossen, entwickelt sich eine eigene Szene. Kopenhagen ist überschaubar – was man nicht bequem zu Fuß erreichen kann, dafür steigt man kurz in den Bus oder die S-Bahn. In den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren Sie mit der Kopenhagenkarte sogar kostenlos und haben noch freien Eintritt in vielen Museen. Ein abwechslungsreicher Spaziergang führt quer durch die Innenstadt bis zur Kleinen Meerjungfrau. Das Kreischen der Möwen begleitet einen dabei auf Schritt und Tritt. Ausgangspunkt ist der Rathausplatz mit seiner flimmernden Leuchtreklame. Wo neben dem berühmten Tivoli die vierspurigen Straßen aufeinander treffen schlägt das Herz der Stadt. Über die einmündende Fußgängerzone geht’s gemütlich durch die Altstadt zum Schloss Christiansborg, welches in seinen 600 Räumen das Parlament, den obersten Gerichtshof und die Repräsentationssäle der Königin beherbergt. Hier legte Bischof Absalon 1167 den Grundstein für die Kaufmannsstadt, was Kopenhagen übersetzt bedeutet. Die Häuser gegenüber der Schlossinsel wurden nach einem Großbrand im klassizistischen Stil erbaut, und vieles sieht heute noch so aus wie es Hans Christian Andersen bei seinem ersten Besuch vorfand. Eine Karriere im königlichen Theater war sein Traum, statt dessen wurde er Dänemarks berühmtester Märchenschreiber. Am Nyhavn, dem Aushängeschild Kopenhagens, hat die Gastronomie das ganze Jahr hindurch Saison. Auf der "unartigen Seite", wo einst die Bordelle Anziehungspunkt der Seeleute waren, reiht sich ein Restaurant an das Andere, davor liegen alte Segelschiffe und im Sommer stehen die Tische direkt am Kai. Der Weg zum Schloss führt durch den Stadtteil Frederikstaden, der trotz kleiner Veränderungen als stilreinste Rokokoanlage in Europa angesehen wird. Prunkstück sind die vier Palais, die als Schloss Amalienborg von der Königsfamilie bewohnt werden. Wer nicht pünktlich zur großen Wachablösung um 12 Uhr kommt, kann dann die Soldaten bei ihren kleinen Zeremonien beobachten. Neben der Meerjungfrau gehören die Männer in Uniform zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt. Im "Märchenschloss" Rosenborg, das sich nicht weit von hier entfernt in einem wunderschönen Park erhebt, glitzern in der Schatzkammer die Kronjuwelen. Zusammen mit den Gemächern der verschiedenen Monarchen ist Schloss Rosenborg ein unbedingtes Muss bei einem Besuch der Hauptstadt. Und natürlich die kleine Meerjungfrau am Ende der Langeline, die im Laufe ihres langen Lebens schlimmes erlebt hat. Gleich vier Königsschlössern kann Kopenhagen in der Stadt aufweisen. Außerhalb der City liegen auf Seeland noch weitere Prachtbauten. In Schloss Amalienborg wohnt Königin Margrethe II. mit ihrer Familie. Dort ist auch das Schauspiel der Wachablösung zu beobachten. In Schloss Christiansborg hält ihre Majestät Audienz, werden Bälle und Staatsempfänge gegeben. Hier hat auch das Parlament und der oberste Gerichtshof seinen Sitz – ohne Bannmeile. Schloss Rosenborg ist das älteste noch erhaltene Königsschloss und erfüllt alle Klischees. Vor den Toren der Stadt ließ sich König Frederik IV. Schloss Frederiksberg, im damals neusten Stil mit Marmorbad bauen. Der Turm der Erlöserkirche im Stadtteil Christianshavn gehört zu den aufregendsten Aussichtsplätzen der Stadt. Der Weg zum Zweithöchsten beginnt wie jeder andere Aufstieg mit vielen Stufen im Glockenturm, doch dann geht es in luftigen 80 Metern Höhe nach draußen und die Treppe wendelt sich um die Turmspitze herum. Doch damit ist es nicht getan, die Treppchen werden immer schmaler und enden schließlich in einer Sackgasse unter der vergoldeten Weltkugel. Trotzdem, wer die Nerven behält, wird mit einem großartigen Blick über Christianshavn belohnt. Zugang von der Annægade. Die Kleine Meerjungfrau gehört zu den Sehenswürdigkeiten Nummer eins in Kopenhagen. Als von Seiten der Tourismusbranche der Vorschlag gemacht wurde für das Wahrzeichen der Stadt einen anderen Platz zu suchen, um dem Ansturm der Busse und fotografierenden Touristen gerecht zu werden, stießen sie auf heftige Kritik. Die Belingske Tidene reagierte als eine der großen Tageszeitungen mit dem Satz "Würde man die Jungfrau jetzt umsetzen, wäre es so, als ob man sich in Dänemarks Nationalfahne die Nase schnauzen würde. Der Künstler Edvard Eriksen hatte die Seejungfrau nach dem Vorbild aus dem Märchen von Hans Christian Andersen angefertigt. Finanziert wurde das Kunstwerk von keinem anderen als dem Bierbrauer Carl Jacobsen. Am 24. August 1913 eingeweiht. Bis dahin war das Thema bereits als Ballett für das königliche Theater inszeniert und in dem Musikstück von Fini Henriques verewigt. Der Kunstmäzen Jacobsen wollte nun auch eine Bronzeplastik von der Nixe stiften. Im Laufe ihres langen Lebens hat die berühmte Dame auf dem Felsen schon viel gelitten: Eines Nachts wurde sie knallrot angestrichen, ein anderes Mal hatte man ihr einen Bikini aufgemalt. Einmal wurde der Nixe sogar ein Arm abgeschlagen. Als Unbekannte 1964 die Meerjungfrau geköpft hatten, war die Empörung in der Bevölkerung groß. Spontan und unbürokratisch bewilligte der Stadtkämmerer 21000 Kronen für eine Reparatur des Nationalsymbols. Für die Familie des Bildhauers erweist sich das Werk bis heute als Goldgrube, denn die Rechte an den unzähligen Kopien bringen ihr jedes Jahr Hunderttausende ein. Essen und trinken - Es gibt neben internationalen Restaurantketten wie McDonalds und Burger King auch dänische, deren Filialen man in vielen Orten findet. Meist liegen sie im preiswerten oder unteren moderaten Bereich, bieten günstigen Mittagstisch und servieren große Fleischportionen. Die bekanntesten: A Hereford Beefstouw: gehobene Grillrestaurants. Den Grimme Ælling (das hässliche Entlein): Spezialität ist preiswertes Buffet. Jensen’s Bøfhus: viel Fleisch für wenig Geld. Mongolian Barbeque: der Gast sucht sich die Zutaten vom Buffet und dann wird vor seinen Augen alles gegrillt. Alkohol ist längst nicht mehr so teuer, wie manche Legenden glauben machen: In der Provinz kostet in Kneipen, Restaurants oder Discos eine 0,33-l-Flasche normales Pilsner meist um die 20 dkr, ein halber Liter vom Fass unter 40 dkr, und selbst im Zentrum Kopenhagens wird nur wenig mehr dafür kassiert. Ein paar Kronen teurer sind die vielen Starkbiere (luxus øl, guld øl). In der gleichen Preisklasse wie ein Pilsner liegen immer die gängigen Schnäpse wie Akvavit aus Aalborg. Ab 100 dkr bekommt man in Restaurants eine Flasche mit einem ordentlichen Tischwein, meist französischer Herkunft. In vielen Lokalen findet man ihn als Husets Rødvin oder Husets Hvidvin - roter oder weißer Hauswein - auf der Karte. Weine unter 100 dkr pro Flasche oder Karaffe sollte man mit Vorsicht genießen.
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