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Reiseinfos Die Mode-, Medien- und Wirtschaftsmetropole ist trotz ihrer nur 1,5 Millionen Einwohner wohl die einzige italienische Stadt mit echtem kosmopolitischem Großstadtflair, doch das ist längst nicht alles: Jede Menge Kunst, Kultur und leckeres Essen, also viele gute Gründe für eine Stippvisite. Mailand - Steck die Kreditkarte ein! Der Mailänder Dom ist ein Bauwerk der Superlative - und somit ein unbedingtes Muss für jeden Besucher der Stadt. Der Anblick des größten gotischen Baus in Italien mit den unzähligen Skulpturen, Spitzen Verzierungen und Ornamenten ist einfach immer wieder faszinierend. Bis auf ein Höhe von rund 108 Metern erhebt sich das Wahrzeichen von Mailand mit der 4 Meter großen, vergoldeten Madonnina auf der Turmspitze. In der viertgrößten Kirche der Welt haben 40.000 Menschen Platz. An klaren Tagen sollte man unbedingt die Dachterrasse vom Mailänder Dom besteigen. Man hat von hier oben einen fantastischen Blick über die Stadt und mit etwas Glück kann man die schneebedeckten Alpen sehen. Die Terrasse ist zwar zu Fuß erreichbar, an heißen Tagen ist es aber aufgrund der starken Ozonbelastung empfehlenswert, den Fahrstuhl zu benutzen. In einem prachtvollen Palazzo in der Via Brera findet man die Pinacoteca di Brera, eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen von ganz Italien. Das Nationalmuseum besitzt eine der größten Sammlungen "Alter Meister". Zu den berühmtesten Werken zählen "Hochzeit der Jungfrau", von Raffael, Mantegnas "Toter Christus" und "Madonna mit dem Ei" von Piero della Francescas. Mailand ist undenkbar ohne Leonardo da Vinci und so sollte man unbedingt einen Abstecher zum Kloster Santa Maria delle Grazie machen, um die Sehenswürdigkeit schlechthin zu bewundern: Im Cenacolo Vinciano kann man das weltberühmte Abendmahl-Fresko von Leonardo da Vinci bestaunen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts entstanden, hält das Meisterwerk in eindrucksvoller Art und Weise den Moment fest, in dem Jesus seinen Jüngern verkündet, dass einer von ihnen ihn verraten werde. Für eine Besichtigung ist eine telefonische Reservierung unbedingt erforderlich. Direkt am Hauptbahnhof steht das Pirelli-Hochhaus, in dessen Mauern seit 1979 die lombardische Regierung sitzt. Der elegante Wolkenkratzer brach zum ersten Mal das Mailänder Gebot, dass kein Gebäude höher sein dürfe als die Madonnina auf der Turmspitze des Mailänder Dom. Wer besonders viel vom "alten" Mailand sehen möchte, sollte das Navigli-Viertel im Stadtsüden aufsuchen. Ein wenig Venedig- oder Amsterdam-Feeling macht sich breit, wenn man durch diesen zum Vergnügungsviertel etablierten Stadtteil schlendert. In dem ehemaligen Hafenviertel gibt es zahlreiche Kneipen, Second-Hand-Shops und stilvolle Musiklokale. Eine typisch Mailänder Spezialität gibt es nicht – die zahlreichen Immigranten sorgten für ein sehr vielseitiges gastronomisches Angebot. Typisch mailändisch ist z.B. die costoletta alla milanese, das Cassoela (Schwein mit Wirsing) und natürlich die zahlreichen Risotti, die besonders gern mit Safran gewürzt werden und zu denen man Ossibuchi (Kalbshaxe) isst. Und natürlich gibt es sie auch in Mailand: die volkstümlichen Pizzerien. Mailand hat zudem ein großes Käseangebot, welches besonders durch regionale Sorten bereichert wird. Kosten Sie unbedingt einige der regionalen Spezialitäten wie gorgonzola oder tallegio. Besonders gut kann man im südwestlichen Stadtteil Ticinese essen. Ein Garant für gehobene Esskultur ist das Peck. Das Restaurant in der Via Victor Hugo bietet exklusive Menüs für den prall gefüllten Geldbeutel: Die günstigsten Gerichte gibt es hier ab 50 Euro. Muss man da noch ein Gericht empfehlen? Gut und günstig isst man beispielsweise im Al Solito Posto in der Via Melzo, im Brek oder im La Latteria in der Via San Marco. Gute Restaurants der mittleren Preisklasse sind das Braque in der Via Bugatti und das Osteria del Treno in der Via Gregorio. Beliebte Pizzerien sind das La Cuccuma in der Via Pacini und Le Specialità in der Via Calvi. Wie in Deutschland gilt auch in Mailand – Mittags bieten die meisten Restaurants ihre Speisen zu geringeren Preisen an. Mailand ist ein Shoppingparadies und besonders in puncto Mode das Eldorado schlechthin. Die großen Modemessen finden im März und Oktober statt. Wer sich mit dem neuesten Chic bekleiden will, sollte einen großen Geldbeutel einpacken. Preiswerter kann man in der 2 km langen und mit 350 Geschäften gesäumten Corso Buenos Aires einkaufen. In einigen Modehäusern hier sind Designer - Textilien der letzten Saison zu erschwinglichen Preisen zu haben. Gastone Stock und Vestistock sind nur zwei der Adressen. Schnäppchen kann man auch im Ausverkauf ab Anfang Januar und Anfang Juli machen. Direkt am Domplatz liegt der Haupteingang zur gewaltigen Passage Galleria Vittorio Emanuele II. Der "Salon" Mailands mit der Überdachung aus Glas und Eisen wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Symbol für das moderne Mailand gebaut und lockt die Besucher mit Cafés, eleganten Boutiquen und Buchhandlungen. Alles was das Herz begehrt - von Köstlichkeiten bis hin zu Antiquitäten und Seife - findet man besonders in den Fußgängerzonen und Hauptgeschäftsstraßen: Via Dante, Corso Vittorio Emanuele II, Via Torina und Corso Magenta sind gute Adressen zum Bummeln, Schauen und Eindrücke sammeln. Der Handel spielte in Mailand schon immer eine besondere Rollen und die ursprünglichste Form miteinander zu handeln, sind die Märkte, die es auch in Mailand in großer Zahl gibt. In jedem Viertel kann man einen Wochenmarkt mit reicher Auswahl finden. Lebensmittel und vor allem Kleidung bekommt man auf dem Viale Papiniano am Piazza Sant´Agostino, der Samstags ganztägig und Dienstags vormittags geöffnet hat. Das wachsame Auge kann hier so manches Designerteil ausfindig machen. Ein großer und sehenswerter Antiquitäten- und Trödelmarkt ist der Mercante del Naviglio, der allerdings im Juli und August nicht statt findet. Sonst ist er jeden letzten Sonntag im Monat geöffnet.
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